Hintergründe

Persisches Blausalz – Ein geologisches Wunder der Natur

Während viele Salzlager mächtige, industriell nutzbare Schichten bilden, zeigt sich Persisches Blausalz nur in schmalen, unberechenbaren Bändern. Im Iran tragen lediglich wenige Minen solche Zonen. Um sie zu erreichen, muss zunächst viel Gestein und gewöhnliches Steinsalz von Hand entfernt werden.

Unsere Partnerschaft mit einem Minenbesitzer gibt uns Zugang zu besonders transparenten Kristallzonen mit intensiver Lichtbrechung und seltener Farbgebung.

Um diese seltenen Bereiche überhaupt erreichen zu können, muss zunächst gewöhnliches Gestein und normales Salz mühsam von Hand entfernt und aus der Mine transportiert werden. Der überwiegende Teil des Materials besteht aus gewöhnlichem Steinsalz. Aus rund 100 Kilogramm abgebautem Material entsteht durchschnittlich lediglich etwa 1 Kilogramm handelsübliches Persisches Blausalz.

Und selbst dieses bekannte Blausalz ist bereits eine absolute Seltenheit.

Echtes Persisches Blausalz existiert ausschliesslich im Iran. Vergleichbare Vorkommen sind weltweit nicht bekannt. Genau diese geologische Einzigartigkeit macht Persisches Blausalz zum seltensten Salz der Welt. Der jährliche Abbau beschränkt sich deshalb auf nur wenige Tonnen.

Mit grosser Dankbarkeit und viel Geduld konnten wir eine exklusive Partnerschaft mit einem Minenbesitzer eingehen und erhalten dadurch Zugang zu einem aussergewöhnlich seltenen Teil dieser Vorkommen: hochtransparente Kristalle mit intensiver Lichtbrechung und aussergewöhnlicher Farbgebung.

Diese besonderen Kristallzonen treten innerhalb der ohnehin schmalen Salzbänder nur äusserst selten auf. Durchschnittlich findet man lediglich auf etwa 100 Metern Salzband einen Abschnitt von ungefähr einem Meter Länge, in welchem der geologische Druck über Jahrmillionen aussergewöhnlich hoch war. Dort entstanden aus gewöhnlichem Salz transparente, kristalline Strukturen mit faszinierenden optischen Eigenschaften.

An einzelnen, extrem seltenen Stellen war der Druck der tektonischen Plattenverschiebungen sogar so enorm, dass das Kristallgitter des Salzes mikroskopisch verändert wurde. Dadurch entstand kein Farbstoff, sondern ein rein physikalischer Effekt: Licht wird im Kristall gebrochen und reflektiert.

Das Ergebnis ist ein atemberaubendes Farbspiel.

Je nach Lichtquelle erscheinen die Kristalle in unterschiedlichen Nuancen — von hellem Flieder über Petrol und Saphirblau bis hin zu tiefem Königsblau und Amethystviolett. Unter warmem Licht wirken die Kristalle intensiv violett, bei kühlerem Licht oder Sonnenlicht eher tiefblau. Vor einem hellen Bildschirmhintergrund verändert sich die Farbe oft augenblicklich. Gibt man einen Kristall ins Wasser, bleibt das Wasser vollkommen klar — denn die Farbe ist nicht im Material enthalten, sondern entsteht ausschliesslich durch Lichtbrechung.

So entsteht ein Farbspiel, das sich im Licht immer wieder neu offenbart.

 

Eigenschaften des Salzes

Besonders bemerkenswert ist sein natürlicher Mineralienreichtum. Im Gegensatz zu den meisten Salzen Europas enthält Persisches Blausalz von Natur aus bedeutende Mengen an Kaliumchlorid (Sylvin). Während gewöhnliches Persisches Blausalz durchschnittlich etwa 13-17% Kaliumchlorid aufweist, ist unsere Mine aussergewöhnlich reichhaltig und erreicht einen natürlichen Gehalt von bis zu 24.8%.

Die Kristalle zeigen unterschiedlichste Strukturen und Erscheinungsbilder: manche nahezu transparent, andere mit feinen Marmorierungen, kantigen Zeichnungen oder intensiven Farbadern. Manche wirken zart und zurückhaltend, andere dramatisch und kraftvoll. Kein Kristall gleicht dem anderen.

Jeder einzelne ist ein Unikat — geschaffen tief im Inneren der Erde über unvorstellbar lange Zeiträume hinweg.